Dr. Michael Glüer

Universität Bielefeld

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Entwicklung und Bildung im Kindergarten

Forschungsartikel zu Unterschieden von weiblichen und männlichen Fachkräften im Kindergarten: Typisch weiblich - typisch männlich? Erziehungsverhalten und Bildungsangebote von männlichen und weiblichen Fachkräften im Kindergarten

Erschienen Juli 2016

In der aktuellen KITA-Debatte wurde immer wieder hervorghoben, dass mehr männliche Fachkräfte benötigt werden. Dahinter verbrigt sich die Annahme, dass männliche Fachkräfte im Kindergarten Mädchen und Jungen als ein weiteres Rollenvorbild (neben den weiblichen Fachkräften) dienen können. Dies wird vor allem damit begründet, dass Männer sich im ihren Lehr- und Erziehungsverhalten von weilbichen Fachkräften unterscheiden und damit andere Bildungagebote offerieren als weibliche Fachkräfte. Dadurch sollen sowohl Jungen als auch Mädchen neue Möglichkeiten der Sozialisation geboten werden. Bisher exisitieren aber keine Vergleichsstudien die diese Annahme unterstützen oder widersprechen. Die vorliegende Studie ist diesem Problem nachgegangen.

Zusammenfassung: Ziel der vorliegenden Studie war es, Unterschiede im Lehr- und Erziehungsverhalten (Lehr- und Erziehungsstile, emotionale Unterstützung und Explorations- sowie geschlechtsspezifische Bildungsangebote) von 77 weiblichen und 37 männlichen Fachkräften in Kindergärten zu untersuchen. Zusätzlich wurde untersucht, ob das Lehr- und Erziehungsverhalten der Erzieher im Zusammenhang zu der eigenen Geschlechtsrollenidentität steht. Für die Fachkräfte konnten vier Lehr- und Erziehungsstile bestimmt werden. Erzieher wiesen häufiger einen emotional distanzierten Erziehungsstil auf als Erzieherinnen. Erzieherinnen boten mehr verbale und physische Emotionsunterstützung an als Erzieher. Für das Explorationsangebot zeigten sich keine Geschlechtsunterschiede. Erzieherinnen offerierten zudem mehr weiblich stereotypisierte Bildungsangebote als Erzieher. Das Ausmaß an Feminität der Erzieher wies einen positiven Effekt auf die Wärme und Unterstützung und die Maskulinität einen negativen Effekt auf den psychologischen Druck im Erziehungsverhalten auf.

Psychologie in Erziehung und Unterricht

Datum: 26.06.2016 Autor: Dr. Michael Glüer

Forschungsartikel zur Erzieherin-Kind Beziehung: Quality of teacher–child relationship and preschoolers’ pro-social behaviour in German kindergartens

Erschienen Februar 2016

Teacher–child relationships in early childhood are a crucial prerequisite for children’s emotional, social and academic development. Therefore, it is important to be able to measure accurately the quality of interactions among them. The Student–Teacher Relationship Scale (STRS) is a widely accepted instrument in measuring the quality of teacher–child relationships. The purpose of this study was to examine the adapted STRS in the German early childhood education settings and to investigate it’s associations with children’s pro-social and problematic behaviour. Seventy-eight preschool teachers rated the quality of their relationships with 153 children aged 2–7 years and their pro-social and problematic behaviour. An explorative factor analysis revealed three consistent factors: closeness, conflict and dependency. The former inconsistent dependency scale showed good internal consistency. The item constellation was the same as of the adapted STRS. As expected preschool teachers rated girls closer compared to boys. Closeness was positive associated with pro-social behaviour and conflict and dependency was positive correlated with externalising behaviour. The results of this study support the reliability and validity of the adapted STRS in the German kindergarten context.

Education 3-13: International Journal of Primary, Elementary and Early Years Education

Datum: 05.04.2016 Autor: Dr. Michael Glüer

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